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Tags >> Zander
Dez
13
Zanderkracher Nummer zweiTagged in: Zander , Vertikalangeln
Mit dem großen Fluss vor unserer Haustür bin ich irgendwie nie richtig warm geworden. Weil er mir schon lange einen dicken Zander schuldete. Fangen konnte ich genug, aber die Endgröße stimmte einfach nicht. Wenn groß, dann biss er woanders. Zuletzt durfte ich Elmars Brocken keschern (siehe Blogeintrag „So ein Tag...“). Das hat sich ausgerechnet an einem ar...kalten Wintertag endlich geändert – gestern! Zusammen mit Tobias habe ich es noch einmal gewagt. Bei fiesem Wind, der vormittags immer wieder Schnee waagerecht ins Gesicht fliegen ließ, verschwand schnell das Gefühl aus den Fingern. Viel Bewegung ist ja beim Vertikalangeln nicht angesagt.Ungünstig besonders, wenn die Fische vorsichtig beißen. Und richtig gallig wurden sie den ganzen Tag nicht. Aber am Ende war das völlig egal, weil er endlich dabei war, der Dicke. Voila, mein neuer Rekordzander, ein fetter 91er.
Insgesamt wurden es zwar nur fünf Zander für Tobi und mich, doch darunter war auch noch ein 73er, der offensichtlich mal einen üblen Unfall mit einer Motorenschraube hatte. Leider scheint jetzt erstmal wieder Eiszeit zu kommen. Wenn wir vor der drohenden Schonzeit noch einmal rauskommen sollten, geben wir natürlich wieder Ton ab. Bis dahin – durchhalten und Wetterbericht verfolgen, Euer Arnulf
Nov
17
Zander zickig Teil IITagged in: Zander
Da haben wir uns ne richtige Klatsche abgeholt… Nachdem die Köderfischsitzung schon nicht von Erfolg gekrönt war (siehe Blog-Eintrag letzten Donnerstag) gab’s kurz darauf für Arnulf und mich noch mal eins obendrauf. Mit unserem Boot auf dem Trailer machten wir uns auf, um ein neues Gewässer zu erkunden. Drei Tage Vertikalfischen standen auf dem Programm. Nach rund zwei Stunden Fahrt kam der erste Rückschlag als wir an der Kartenausgabestelle ankamen. Ich hatte alles organisiert und der freundliche Herr vom Angelgeschäft hatte extra für uns am Sonntag kurz geöffnet, um uns die Karten zu geben. Wir wollten dann schnell das Ferienhaus beziehen, das Boot wassern und sofort loslegen. Tja, leider fiel dem Herrn beim Durchwühlen seines Gastkarten-Ordners auf, dass er wohl doch keine Karten mehr hat. Und nun? Wir bekamen drei Telefonnummer, von Mitgliedern des örtlichen Angelvereins, die auch Gastkarten haben sollten. Arnulf also ran ans Handy: Der erste Herr hatte leider keine Karten mehr, der zweite hatte noch nie welche und der dritte war nicht zu Hause. Schöne Sch….! Letzte Möglichkeit: der Bürgermeister, von dem wir aber weder eine Telefonnummer, noch eine genaue Adresse hatten. Die sehr vage Wegbeschreibung des Angelgerätehändlers führte uns letztlich aber doch über viele kleine Wege zum Bürgermeisterhaus. Der Bürgermeister war nicht da. Dafür gab uns dann eine nette, ältere Dame, vermutlich seine Mutter, endlich unsere Karten. Gut, dass wir so früh aufgestanden waren… Egal, alles weitere lief glatt und wir konnten eine Stunden später als geplant die Gummis zum Grund lassen. Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Wir fingen nichts!
Zwei Tage vorher 15 Grad, am zweiten Morgen vor Ort Eiskratzen. Braucht kein Mensch! In drei Tagen bekamen wir noch nicht einmal einen Fehlbiss. Krass, oder? Am letzten Angeltag trafen wir noch einen Einheimischen, der auch schon seit Wochen keinen Fisch mehr gefangen hatte. Irgendwas musste den zickigen Biestern ordentlich auf den Magen geschlagen haben. Gut, die Temperaturen waren extrem gefallen – von über zehn Grad am Tag vor unserer Ankunft bis auf satte Minusgrade am zweiten Angeltag, dazu Wind aus Nord-Ost.
Ein Hoch auf einen zuverlässigen Motor. An ihm lag's auf jeden Fall nicht!
Ach ja, Wind hatten wir auch genug – aus der beliebten Richtung Nordost... Außerdem war der Fluss stark eingetrübt und strömte ungewöhnlich stark. Trotzdem: wenigstens einen Zander hätte uns das Revier gönnen können. Wir bleiben aber am Ball und probieren es in diesem Winter noch mal. Vielleicht kann ich ja dann endlich mal nen dickenZander bloggen. Fangt was! Tobias
Nov
11
Zickige Zander oder Aale im NovemberTagged in: Zander
Mit Köderfisch, Grund- und Posenmontagen auf Zander: Das war der Plan für unsere Rubrik „Mit uns am Wasser” für die kommende Januar-Ausgabe. Zusammen mit Arnulf suchte ich mir für die Umsetzung dieser Geschichte ein nettes Plätzchen an den Stadtkanälen Hamburgs aus. An dieser Stelle hatten wir früher schon häufiger Zander und auch immer wieder gute Hechte mit Kunstködern gefangen – im November! Dann sollte es doch mit vier Köderfischruten erst recht klappen, oder? Denkste! Am frühen Nachmittag legten wir bei ungewöhnlich milden Temperaturen die Köder aus. Der erste Biss kam kurz vor der Dunkelheit. Die Schnur lief von der Rolle. Ich wartete zwanzig Sekunden und schlug hart an – und zwar ins Leere. Ein Maulabdruck auf dem Köderfisch verriet jedoch: Das war keine Krabbe! Egal, die gute Zeit sollte ja nun eigentlich erst beginnen, tat sie aber nicht. Es passierte nichts – bis ich gegen 22.00 Uhr eine meiner Ruten kontrollierte. Da hing doch tatsächlich ein kleiner Aal am Haken. Ansich nicht so ungewöhnlich, wäre der Köderfisch nicht eine Güster von etwa 12, 13 Zentimetern Länge gewesen und hätte ich ihn nicht mit zwei großen Zwillingen angeködert. Keine Ahnung, wie es der selbstmörderische, kleine Schlängler geschafft hat, sich den Greifer durch den Kiefer zu treiben. Wir reagierten sofort und bauten die Ruten um. Mit kleineren Haken und Fischfetzen wollten wir nun versuchen, wenigstens noch ein, zwei Aale zu erwischen. Wie’s ausgegangen ist, könnt Ihr Euch ja vorstellen… So, nun geht’s aber Richtung Dänemark. Die Kollegen drängeln schon, wollen endlich los. Das Redaktions-Wochenende steht an. Wir werden von Donnerstag bis Sonntag auf der schönen Insel Langeland auf Regenbogen- und Meerforellen angeln. Wie’s da so gelaufen ist, lest Ihr natürlich hier im Blog und in Eurer Rute & Rolle. Bis dahin: Fangt was!
Dieser Happen war für Zander und Hecht gedacht
November: der Aal läuft (und beißt auf viel zu große Köfis...)
Okt
25
Endlich Ruhe für die Rüssler?Tagged in: Zander
War’s das für dieses Jahr mit den Karpfen? Eine ganz schwierige Frage, denn die Zeit rennt. Zumindest für Tobias und mich, denn wir starten nächste Woche endlich unsere Vertikal-Saison und werden an neuen Ufern nach großen Barschen und Zandern suchen. Mega-spannend, aber so ganz kann sich keiner von uns schon von den Karpfen trennen. Es lief zuletzt einfach zu gut. Unsere letzte Sitzung brachte noch einmal mehrere schöne Fische. Und diesmal sogar Spiegler und Schuppis bunt gemischt!
Können wir uns wirklich von diesen Burschen verabschieden für 2010? Christopher wird auf jeden Fall noch weiter durchziehen. Da kommt bestimmt noch ein Dicker. Falls ich es noch einmal rausschaffe, wird es ein Vielseitigkeitstest als Angler. Samstag zum Di-Do-Day auf den Dorschkutter, Sonntag an den Karpfensee und ab Donnerstag auf Vertikal-Tour mit dem Boot hinterm Auto. Diesen Freitag geht’s aber erstmal zum Linkin Park-Konzert. Da freue ich mich schon lange drauf. Meine Lieblings-Band habe ich nämlich noch nie live gesehen. Ja, Ihr habt richtig gelesen: Manchmal denke ich auch an andere Dinge als Angeln. Aber keine Sorge, wirklich selten und nie für lange! Arnulf
Jan
04
Nebel des GrauensTagged in: Zander
Ein Tag vor dem Jahreswechsel: Die allerletzte Chance für Arnulf und mich, noch einmal den Elb-Zandern auf den Zahn zu fühlen. Dann ist Schonzeit! Am Abend zuvor verbreitetet der Wetterbericht mit seiner Vorhersage Optimismus: 4 bis 6 Grad, sonnig, windstill. Kurz, ein Winter-Traum zum Vertikalfischen! Mittwoch, 7.30 Uhr – mein Telefon klingelt. Arnulf ist dran: „Komme etwas später, musste erst noch das Schloss am Trailer enteisen und die Straßen sind spiegelglatt.” Also späteres Treffen an der Slipanlage. Eine Stunde später als geplant schlittert Arnulf mit dem Boot am Heck um die Kurve. Wir stehen an der Slippe – und schauen in die graue Suppe. Nebel! Und wie! An Rausfahren ist noch nicht zu denken. Egal, bis wir das Boot aufgeklart, die Slippe von Eis und Schnee befreit und die Thermoanzüge angezogen haben, wird sich der Morgennebel schon gelichtet haben. Kennt man ja, so ein Morgennebel verschwindet schnell, zumal die Wetterfrösche ja nun auch Sonne angesagt haben. Zwei Stunden später: Der letzte Schluck Tee rinnt aus meiner Thermoskanne, wir sind durchgefroren, die Ruten sind in der feuchten Luft völlig vereist. Und der Nebel? Noch da, noch immer undurchdringlich. Eine halbe Stunde warten wir noch und gucken den erfolglosen Uferanglern zu. Das war’s! E-Motor wieder abschrauben, das Angelzeug in die Autos verfrachten, Boot festzurren, ab nach Hause über spiegelglatte Straße. Schönen Dank auch an die Wetterfrösche!
Alles klar zum Angeln – muss nur noch der Nebel verschwinden...
Die Ruten nach gut zwei Stunden Wartezeit |

































