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Sep 12

Erstens kommt es anders…

Arnulf Posted by: Arnulf |
Tagged in: Tigernüsse

… und zweitens hat es immer Flossen! Nix Boilies rollen, dafür eineinhalb Stunden am Telefon mit großen Ohren und offenem Mund. Mein Freund Karl rief an und musste mir mitten in meinen anglerischen Wochenendplanungen von einer Super-Serie großer Hechte berichten. Nebenbei wollte er noch wissen, was ich denn am Samstag vorhätte… Gut, die Eier (zum Boilierollen) halten sich ja noch etwas. Und meine Frau muss ohnehin bald auf Fortbildung, da gehört die Küche mir und nur mir! Weg mit Brokkoli, her mit dem Boilieroller. Gestern aber war ich - na wohl wo? – auf dem See. Sieben Stunden haben wir mit und gegen die Wellen geschleppt. Linke Dinger, das. Der Hintern hat etwas gelitten auf der Ruderbank, denn in der Packhektik hab ich kein Sitzkissen eingesteckt. Insgesamt haben wir uns drei Hechte zusammengehungert. Ein fett gefressener 87er war dabei, gefangen auf Barsch am Schleppsystem im Mittelwasser, plus zwei 70er.

Manchmal muss es eben das Original sein!

Okay, die Super-Serie scheint nicht weiterzugehen. Also doch zurück zu den Karpfenplänen? Als Nicht-Eine-Fischart-Angler hat man’s nicht leicht! Mein Herz sagt zur Zeit eindeutig Karpfen, mein Fangbuch fordert den nächsten Meterhecht. Ich schlaf noch mal drüber und entscheide später, wo ich meine Zeit investiere. Ach ja, bei Tobi gab’s nur einen kleinen Schuppi, aber besser als geblankt. Bevor wir ihn nach Urlaubsende wieder in der Redaktion begrüßen dürfen, wollte er aber noch etwas machen. Ich hab eben endlich die herrlich eingeschleimten Tigernüsse weggefroren (“Arnulf, wann kommt endlich der widerliche Eimer da weg?”), die seit einer guten Woche reifen. Einer “meiner” Karpfenseen schreit geradezu nach ein paar ordentlichen Portionen davon. Und nach einem Besuch nächste Woche. Ja, das ist ein Plan, abgemacht! Wenn nicht wieder das Telefon klingelt und meine Pläne plötzlich geändert werden…

Der 87er hatte vor kurzem gut gegessen

Aug 02

Stimmungs-Barometer

Christopher Posted by: Christopher |
Tagged in: Tigernüsse

Moin,

also, wo soll ich anfangen? Am Donnerstag vergangene Woche: Auf dem Herd brodelt es in vier Töpfen, ich koche Tigernüsse!

Einen Eimer wollte ich mir gleich frisch abfüllen, um im Dunkeln noch schnell füttern zu fahren. Die Stelle war gewählt, der Plan stand… Nur musste ich warten, bis der Mega-Stau vor meiner Haustür sich auflöste und bis dahin den Wagen – auf dem Fahrradweg geparkt – umsetzen, damit’s kein Knöllchen gibt. Ich war gerade in die Seitenstraße eingebogen, da machte es laut Knall, gefolgt von einem Zischen. Hektisch sprang ich aus dem Wagen, um zu sehen, dass ich mir eine fette Schraube in der Reifen vorne rechts gefahren hatte… HAAASSSS… Das Teil war definitiv zu groß, um damit weiterzufahren, und während der Reifen langsam Luft verlor, eilte ich mit dem Wagen in die nächst-beste Parklücke. Dann überließ ich den Rest dem ADAC – danke nochmal, ein toller Service! Gefüttert habe ich natürlich nicht mehr.

Dafür aber am Samstag spontan eine Nacht zusammen mit meiner Freundin gefischt. Hauke war auch dabei. Wir probierten es an einer Stelle, die mir in der Vergangenheit bei solchen Spontaneinsätzen oft Fisch brachte – eine kleine Bucht, 500 Meter Luftlinie von einem Hafen entfernt. So auch dieses Mal. Um 2:00 gab’s den ersten Run, doch der Fisch stieg aus… Um 6:30, wir rechneten eigentlich nicht mehr mit einem Biss, da die Segler bis in den späten Morgen ein lautstarkes Fest feierten und es über wie unter Wasser vom Bass lautstark Wummerte – lief die nächste Rute ab. Nach spannendem Drill kescherte uns Hauke einen 15,5 Kilo Spiegler!

Es kann so schnell gehen: Nach der schlaflosen Nacht und dem verlorenen Fisch war ich völlig gefrustet. Oder, in den Worten meiner Freundin: „unausstehlich!” Doch dann liegt ein 30er auf der Matte und ich bin der strahlende Sonnenschein…

Cheers,

Chris

 
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