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Nov 10

Einfach unglaublich

Christopher Posted by: Christopher |
Tagged in: Stefan Seuss

Es war vergangene Woche Mittwoch. Der regnerische Morgen nach einer Nacht ohne Fisch. Am Folgetag sollte es ganz früh zum Hamburger Flughafen, dann weiter nach Verona in Italien gehen: Wallerangeln am Po, zusammen mit den Black Cat Guides Stefan Seuss und Benjamin Gründer! Mein guter Freund Hauke Kleinen reiste als Privatperson mit. Und wir freuten uns riesig auf die Tour! Doch dann der Anruf von Stefan: “Hey, ich habe leider sehr schlechte Nachrichten. Das Hochwasser am Po ist doch ein bisschen extrem, ihr braucht nicht kommen.” Drei Tage hätten wir zusammen gehabt, bevor das offizielle Guiding der beiden mit Kunden startete. Ein Glück für die Jungs, dass sich bis dahin der Pegel wieder senkte und wie mir Stefan am Telefon mitteilte, noch Fische bis 2,21 Meter ans Band gingen. Nur eben nicht bei Hauke und mir… Eine Alternative musste her und ich kramte einen Plan hervor, den ich schon im Vorjahr aus zeitlichen Gründen nicht umsetzen konnte: Nordfrankreich, Schlammschlacht, Nachtangelzone, dicke Karpfen heben! In nur drei Stunden disponierten wir um, stornierten Flüge und packten das Carp Tackle für einen Kurztrip. Meine Telefonleitung glühte heiß, Informantenbefragung: Was geht wo, wer sitzt wo, wie lange und wo nicht? Dann der Wettercheck: noch recht mild für Anfang November, Regen, erst Sonntag der Kälteeinbruch. Also los, ab in den Schlamm! Über Nacht fuhren wir ans Ziel und tatsächlich, unser Wunschplatz war frei…und schlammig… Im Herbst wird an den Stauseen das Wasser zum Teil abgelassen, was bleibt ist weich, kalt, nass und klebt an allem: Schlamm eben.

Ich hatte damit gerechnet, dass – wenn wir einen guten Platz bekommen und die Bedingungen passen – es gut werden würde. Aber so gut? Nun, wieder in der Redaktion kann ich kaum glauben, was für eine Wahnsinns-Session wir erlebten. Und auch wenn ich nicht gerne mit Zahlen jongliere, nur zu sagen “Wir fingen große Karpfen” würde hier einfach nicht reichen, um es zu verdeutlichen. Darum die Daten auf Digitalpapier: 4 Nächte, 30 Runs, 29 Karpfen, davon 9 über 30, 7 über 40 Pfund und einer mit 54 Pfund

zwei mit tollem Schuppenbild

Das war einfach “good angling”, perfektes Teamwork. Hauke übernahm die Navigation mit Boot und Echolot, ich knüpfte die Rigs und legte jede Montage ab. Alle Fische drillten wir gemeinsam vom Boot aus und fotografierten uns auch beide mit jedem Carp.

zwei deutlich über 20 Kilo

Als Karpfenangler habe ich schon viel erlebt. Es waren einige Sessions dabei, wo ich dachte: Das geht nicht krasser. Doch was wir in den vier Regennächten im Schlamm erfahren durften, topt bisher alles. Natürlich habe ich jetzt Blut geleckt und will mehr, auf jeden Fall noch einen Hamburger fangen… Doch selbst wenn das nicht klappt, sicher ist: Ich kann gaaanz entspannt in den Winter gehen und an diversen Abenden guten Freunden zusammen mit Hauke die unglaublichen Bilder vorm Kamin zeigen….

YYYYYYEEEEEESSSSSSSS!!!!!!!!

Cheers,

Paschi

 
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