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Sep 02

Der Geruch des Erfolges…

Christopher Posted by: Christopher |
Tagged in: Mainline Baits

…setzt sich gerade in diesem Moment in jede noch so kleine Ritze meines Autos fest, kriecht in Polster und zwischen Armaturen. Denn heute morgen kam ich direkt vom Wasser in die Redaktion – nach einer erfolgreichen Nacht auf Karpfen.

Unsere Redaktion ist nicht die einzige Büro-Räumlichkeit im Hellgrundweg 109. Als ich vor dem Gebäude den nassen Kescher und die triefende Abhakmatte auslud, grüßte mich ein freundlicher Anzugträger, blieb kurz stehen, rümpfte die Nase und eilte kopfschüttelnd und schnellen Schrittes hinfort. Komisch, mich macht der Geruch des Erfolges immer glücklich.

Dabei habe ich auch Grund, mich zu beschweren. Die Nacht war verdammt anstrengend. Wegen der ständigen Pieper kontrollierte ich gegen 2:00 beide Ruten – zum Glück. Denn obwohl ich die Boilies mit Armamesh von Fox gegen Scherenträger schützte, hatten die Wollhandkrabben ihnen arg zugesetzt. Zu arg für meinen Geschmack, was wohl auch an den zu weichen Ködern lag. Also knotete ich Pop Up-Montagen an und zog Kombis aus einer weiß geschälten Tigernuss und einem Mainline Milky Toffee auf das eine und einer Kombi mit einem Dynamite Baits Scopex Poppy auf das zweite Haar. Auslegen, absenken, abwarten. Um kurz nach sechs, die Sonne erwachte gerade, kam ein Vollrun auf der rechten Rute. Ich musste dem Fisch im iBoat 160 folgen. Ein genialer Drill: Immer wieder brachte der sehr lange, kraftvolle Spiegler das Wasser zum Schäumen und zog mich im Boot hinter sich her – bis er endlich in die Maschen glitt. Bis dahin hatte meine liebe Freundin Denise tief und fest durchgeschlafen. Doch als ich gerade zurück ruderte, mir die kleine Fläche im Boot mit einem ansehnlichen „Mirror“ teilte, hörte ich schon ihre Rufe und sah die Schnur der anderen Rute in der Luft, statt abgesenkt am Grund – sie drillte! Um es kurz zu machen: Als ich endlich ankam, hatte der Fisch ein Hindernis erreicht. Ich war zu lahm, das Boot wieder klar zu machen und er stieg aus – Pech gehabt. Bei dem gefangenen Fisch auch halb so wild.

Cheers

 
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